Er wäre natürlich kein echter Stubnhocker. So wie der Topf seinen Deckel sucht, fühlt sich ein Stubnhocker auf seinem Hocker erst so richtig wohl.
Die Stubn steht, da dachten wir uns fehlt nur noch der passende Hocker – damit wir dem Namen Stubnhocker auch wirklich gerecht werden. Einfach einen kaufen? Nein! Niemals! Hand- und hausgemacht ist immer noch am besten. Eine schöne Fichtenplatte steht schon seit Ewigkeiten bei uns in der Stubn – und am Balkon thronen zwei massive Baumstammteile von der alten Zwetschke im Garten. Genau daraus sollte unser einzigartiger StubnHOCKER entstehen.

Doch Schritt für Schritt.

Was genau ist ein Hocker überhaupt?

Der Hocker ist „ein Stuhl ohne Lehne“ – so steht es im Duden – und für eine Person geeignet. Ebenfalls wird jemand, der sich allzu lange an einem Ort, meist herumsitzend aufhält, als „Hocker“ bezeichnet. (Womit ja auch die Grundlage für uns Stubnhocker gegeben ist. Dreibein, Schemel oder Stockerl wären weitere Synonyme. Und das allerbeste sind die Sprichwörter rund um den heiß begehrten Hocker:
„Jemanden vom Hocker reißen“, also maximal begeistern oder auch „locker vom Hocker sein“, alles etwas gechillter und entspannter angehen – sind super Ausgangspunkte für unseren kleinen StubnHOCKER. Obendrein ist das Verb „hocken“ Namensgeber für eine ganz berühmte Kraftübung, nämlich der Kniebeuge (englisch „squat“), bei der man ganz tief in Hocke geht quasi auf Höhe eines Sitzschemels. Und zu guter Letzt erkennt man anhand der Aussprache des Wortes „Hocker“ zu hundert Prozent einen waschechten Tiroler (Audio – Aussprache „Hocker“) – „der Dialekt-Check“.

Und so ist unser persönlicher StubnHOCKER letztendlich entstanden.
Man benötige – entweder drei schlanke Beine, oder ein/zwei kräftige Füße als Unterteil, darauf kommt die Sitzfläche, die man je nach Belieben entweder rund oder eckig gestalten kann. Das Ganze am besten aus Holz.
Die Idee für unsren Hocker entstand während eines Brainstormings auf unserem Balkon. Dort standen die zwei massiven Baumstammteile von der alten Zwetschke aus dem Obst- und Gemüsegarten von Christians Oma einen Stock tiefer. Das Herumstehen während der Besprechung wurde nach und nach anstrengend – da sah man sich nach was „Sitzbaren“ um. Zufällig ergaben die zwei Stämme übereinander gestapelt die perfekte Sitzhöhe – nur gemütlich war das noch lange nicht.
Eine kleine feine Sitzfläche musste her. Die Fichtenplatte kam zum Zug. Mit Stichsäge versuchten wir eine halbwegs symmetrische Form auszuschneiden – Charakter hat’s auf jeden Fall.

Mit einem Hammer klopften wir dann zum Abschluss noch die Sitzfläche mit 2 Nägeln auf die Baumstämme – und ein dritter Nagel schenkt den beiden Baumstämmen untereinander noch Halt – aber jetzt – „a richtig bequemer Teifl!“ damit wollen wir EUCH jetzt natürlich „vom Hocker hauen“!

Voila – unser Topf hat seinen Deckel gefunden – und der Hocker seine Stubn – der StubnHOCKER war geboren!